Das Helpoort war eines der vier Haupttore der Festungsstadt Venlo und gehörte auch zu einer der Bastionen von Venlo. Das Tor und die Bastion verdanken ihren Namen dem Helbeek, der damals nördlich der Stadt floss und dem Rijnbeek (nordöstlich der Stadt) entsprang.
Valbrug Helbeek
Das Tor wurde im Mittelalter um 1345 als Teil der Stadtbefestigung von Venlo erbaut und befand sich an der Nordseite der Stadt, ungefähr dort, wo heute der Nolensplein liegt. Das Tor war über eine Zugbrücke über die Helbeek zugänglich, die schließlich in die Maas mündete. An der Helbeek gab es auch eine Reihe von Gemüsegärten zur Lebensmittelversorgung, die De Hel genannt wurden. Hel stammt wahrscheinlich aus dem Kleverland-Dialekt, wo es hart oder schnell bedeutet. Im Tegeler Dialekt hat es immer noch diese Bezeichnung. Vermutlich hat es in diesem Zusammenhang mit der Art des Bodens zu tun, der an dieser Stelle lag, nämlich harter Boden.
18. Jahrhundert
Im 18. Jahrhundert wurde das Tor im Volksmund in Geldersepoort umbenannt. Der Grund dafür war, dass das Tor an der Straße nach Geldern lag. Zu dieser Zeit änderte sich auch der Zweck des Torhauses. Wo zunächst der Torkommandant seinen Wohnsitz hatte, wurde es später als Gefängnis genutzt. Wiederum später, zur Zeit der Franzosen, änderte sich die Bestimmung des Torhauses um 1798 in ein Pulvermagazin.
Anno 2025
Heute erinnert nur noch die Straße Geldersepoort an das Mittelalter, und es gibt noch eine Straße namens De Helbeek (Der Höllenbach), benannt nach dem ehemaligen Helbeek. Nach dem Abriss dieser Verteidigungsanlage entstanden hier stattliche Gebäude und schicke Etablissements, wie das Café-Restaurant Pr. Hendrik, benannt nach Hendrik, dem Prinzgemahl, mit dem Königin Wilhelmina im Jahr 1900 verheiratet wurde. Die originalen Deckengemälde enthalten typische Venloer Weisheiten, wie zum Beispiel: Venlo's beer veur alles good, gif zelfs de groëtste bangoër mood.